Hattersheimer Geschichtsverein e.V.

Hattersheimer Geschichtsverein

Aktuelles

Flettner-Spuren II

„Flettner Rotor“ steht auf dem Rumpf des Schiffs-Modells geschrieben und die beiden Rotoren – gebaut aus Getränkedosen – versprechen laut Aufschrift maximale Energie. Am 21. Juni ging das 95 m lange Boot, das 14 Schülerinnen und Schüler in sieben Wochen gebaut hatten, auf Jungfernfahrt im Hattersheimer Stadtweiher. Das "Schul-Schiff" bestand seinen Praxistest mithilf eines Laubbläsers, der für den notwendigen Wind sorgte. Zahlreiche Neugierige verfolgten die Testfahrt und waren nicht nur vom Modell begeistert sondern auch davon, wie gut die Schülerinnen das physikalische Funktionsprinzip des Flettner-Rotors verstanden hatten und es erklären konnten.
Nach der Jungfernfahrt  waren alle Interessierten in die Galerie im Nassauer Hof eingeladen, wo ein zehnminütigen Dokumentarfilm gezeigt wurde, den Dr. Otto Schweitzer aus dem Filmmaterial zusammengeschnitten hatte, das er an den Montagsterminen der Erfinderwerkstatt in der Heinrich-Böll-Schule aufgenommen hatte. Die Schülerinnen und Schüler konnten sich so gemeinsam mit Eltern und Großeltern noch einmal über ihre Arbeit und die vollbrachte Leistung freuen. 

 

Jahreshauptversammlung 2019

Am 20.5.2019 fand die Jahreshauptversammlung  für 2019 statt. Das entsprechende Protokoll kann als PDF downgeloaded werden. ->

Auf den Spuren Anton Flettners

 Der Erfinder Anton Flettner (1.11.1885 - 25.12.1961) ist der berühmteste Sohn der Stadt. Ihm wird im zukünftigen Stadtmuseum von Hattersheim am Main eine eigene Ausstellungsabteilung gewidmet. Sie soll ergänzt werden von einem Film, der von dem renommierten Dokumentarfilmer Dr. Otto Schweitzer aus Frankfurt gedreht wird. Er zeichnet den Lebensweg des Erfinders nach, der ein Pionier auf dem Gebiet der Strömungslehre und deren praktischer Umsetzung u.a. beim Schiffsantrieb war. An dem Museums-Film sind Schüler/innen der 5. bis 8. Jahrgangsstufen der Heinrich-Böll-Schule beteiligt, die Flettners Erfindungsprozesse nachvollziehen und ihre Aktualität belegen. Kai Wolf, Künstler und Kunstpädagoge, leitet die Experimentier- und Forschungswerkstatt mit dem Ziel, zum Abschluss ein Flettner-Schiffsmodell mit Rotor zu Wasser zu lassen. Die Realisierung des Dokumentarfilms wird unterstützt durch die Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region und die Gemeinnützige Stiftung der Taunus Sparkasse. Die Erfinder-Werkstatt der HBS wird durch die Bäcker-Herbert-Stiftung und die Heinrich-Böll-Schule gefördert.

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Bilder von der Pressekonferenz am 13.5.2019

Die jungen Erfinderinnen und Erfinder der Heinrich-Böll-Schule führen ihre Modelle des Flettner-Rotors vor. Der Schulleiter Dr. Dietrich Heither, unser Vorsitzender Hans Franssen, Heike Heinzel, Museumsberaterin des Hessischen Museumsverbands und Beate Jäger-Reif, Leiterin des Ganztagsangebotes der HBS, staunen über die Ergebnisse des Workshops.

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Impulsvortrag

Dem Erfinder Anton Flettner (1885-1961), Ehrenbürger von Eddersheim, wird im zukünftigen Stadtmuseum eine eigene Abteilung gewidmet. Sie soll ergänzt werden von einem Film, der von dem renommierten Dokumentarfilmer Dr. Otto Schweitzer aus Frankfurt gedreht wird.

Um die Produktion des Films realisieren zu können, hat der Hattersheimer Geschichtsverein zwei Anträge auf Förderung gestellt. Bereits im Spätsommer hat die Gemeinnützige Stiftung der Taunussparkasse 2.000 € dafür bewilligt. Zum Jahresende 2018 kam nun die Förderzusage von der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region.  Sie wird das Filmprojekt mit einem Beitrag von 13.330 € unterstützen. „Wir sind sehr froh über diese Unterstützung unserer Idee“, erklärt der Vorsitzende Hans Franssen. „Gerade mit dem beachtlichen Beitrag der Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region wird uns die Durchführung der ambitionierten Projektidee ermöglicht“. Die Stiftung fördert laut ihrer Richtlinien Projekte, die einen zusätzlichen Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger der Region haben, die neue und innovative Vorstellungen realisieren, eine Vorbildfunktion haben und nachhaltig wirken.

Der Vorstand fühlt sich durch die Förderung bestätigt, wie Hans Franssen betont: „Es ist eine tolle Anerkennung dafür, dass unsere Vorstandsmitglieder und unsere beauftragten Museumsfachkräfte eine überzeugende konzeptionelle Arbeit für das zukünftige Stadtmuseum leisten.“ 

Der Geschichtsverein kann zur Aufarbeitung des Lebenswerks von Anton Flettner eigene Forschungsergebnisse, Exponate und museumspädagogische Konzepte beisteuern. Besonders wertvoll sind aber Objekten aus dem persönlichen Nachlass von Anton Flettner, die zum Bestand des Hattersheimer Stadtarchivs gehören.

Der Film soll in der ersten Hälfte des Jahres 2019 realisiert werden.

Unser Jahresausflug 2018

Bericht vom Jahresausflug 2018 nach Aschaffenburg

 

Am 23. September 2018 fand der Jahresausflug des Hattersheimer Geschichtsvereins statt.

29 Teilnehmer/-innen fuhren mit dem Bus nach Aschaffenburg. Traditionell stehen unsere Ausflüge immer unter einem historischen Thema, welches entweder in freier Natur oder museal erlebt und besichtigt werden kann. Dieses Mal stand der Ausflug unter dem Motto „Auf den Spuren der Antike und ihrer Wiedergeburt in der Renaissance und im Klassizismus“.

Zuerst bekam die Reisegesellschaft eine Führung im Pompejianum. In der Nähe des Aschaffenburger Schlosses hatte Ludwig I., König von Bayern, von 1840 bis 1848 durch seinen Hofarchitekt Friedrich Wilhelm von Gärtner die Nachbildung einer römischen Villa nach dem Vorbild der Ausgrabungen in Pompeji bauen lassen. Die Atmosphäre des Hauses selbst und der lebendige Vortrag der Führerin ließ uns in das Wohngefühl römischer Lebensweise eintauchen und vermittelte Einblicke in die gesellschaftlichen Verhältnisse der damaligen Zeit. Deutlich wurde auch, wie begeistert der König und sein Architekt von den antiken Vorbildern gewesen sein mussten, die sie bei ihren Italienreisen immer wieder besichtigt und bewundert hatten.

Am Aschaffenburger Renaissance-Schloß Johannesburg, erbaut bis 1614 von dem Elsässer Architekten  Georg Ridinger, zeigte unsere stellvertretende Vorsitzende, Ulrike Milas-Quirin, der Ausflugsgesellschaft, wie am Baustil der Renaissance die antiken Vorbilder zu erkennen sind. Eine der Abteilungen des Schlosses birgt zudem eine Modellsammlung römischer Bauwerke aus Kork, deren Präsentation den Betrachter ebenfalls in die Zeit antiken Bauens hineinführt. Es war wiederum die Antiken-Begeisterung vom Beginn des 19. Jahrhunderts, die sowohl den Schlossherren Carl Theodor von Dahlberg (Erzbischof von Mainz) als auch den Bayernkönig Ludwig I. dazu bewogen hatten, die Korkmodelle in Auftrag zu geben. Anfangs dienten die vom Hofkonditor Carl May hergestellten Modelle als Tafelaufsatz der Unterhaltung der höfischen Gesellschaften, später wurden sie zusammen mit den Großmodellen von Sohn Georg May Lehrobjekte für das Antikenstudium. Wer mochte konnte sich noch den Altar in der Schloss-Kapelle von Hans Juncker anschauen, den das Wunderkind einer unterfränkischen Bildhauerfamilie zwischen 1609 und 1614 geschaffen hatte. Der Altar gilt als Hauptwerk der deutschen Spätrenaissance, was den Besuchern der Kapelle hervorragend durch eine Ton-Licht-Installation vermittelt wurde.

Schließlich leitete die Besichtigung des kleinen Brauereimuseums der ehemaligen Schlappeseppel-Brauerei zum labenden Teil des Ausflugs über. Im Restaurant „Zum Schlappeseppel“ wurden wir sehr gut verköstigt und genossen entspannt die Mittagspause. Bei der Rückfahrt durch ein heftiges Unwetter herrschte Einigkeit darüber, dass es ein sehr gelungener und gut organisierter Ausflug mit vielen neuen und interessanten Eindrücken war.

Alexander Quirin

Die Ausflugsgruppe in Aschaffenburg
das Pompejanum

Die Baugenehmigung ist erteilt!

132 historische Fotoaufnahmen auf Glasplatten

Es konnte viel Licht ins Dunkel gebracht werden - aber alle Rätsel sind noch lange nicht gelöst.

Der Vorstand des Geschichtsvereins freut sich sehr darüber, dass jetzt sämtliche 132 Glasnegative der Sammlung Schwärzel digitalisiert sind. Er bedankt sich ganz herzlich bei Dirk Staudt, der im Laufe des vergangenen Jahres alle Glasplatten bearbeitet und ausgedruckt hat. 

Es waren dann doch mehr als die geschätzten 100 Glasnegative, die Gertrud Schwärzel zum Jahreswechsel 2016/2017 dem HGV übergeben hat. Die Fotoaufnahmen sind von ihrem Großvater Philipp Schwärzel (*12.4.1882   † 1.9.1927) aufgenommen worden. Es handelt sich um ganz besonders wertvolle Zeugnisse der Hattersheimer Ortsgeschichte vom Anfang des 20. Jahrhunderts.

Mit Unterstützung von Gertrud Schwärzel und den Besuchern der beiden Gesprächskreise Geschichte, zu denen der HGV im vergangenen Jahr eigeladen hatte, konnten zahlreiche Aufnahmen von Ortsansichten oder Ereignissen identifiziert werden. Viele Gruppenfotos und Portraits geben aber noch Rätsel auf. Der Vorstand hofft darauf, dass mit der Unterstützung von Hattersheimer Senioren die eine oder andere Person noch identifiziert werden kann. Deshalb ist vorgesehen, die beiden nächsten Gesprächskreise Geschichte zum Thema Glasplatten-Sammlung im EVIM und der Seniorenresidenz abzuhalten.

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